Aktuell

Infoabende

Termine: Infoabende in der Do Physio

 

Mittwoch 17.10.2018  um 18:00 Uhr  in der Cafeteria

 

Mittwoch 07.11.2018  um 18:00 Uhr  in der Cafeteria

 

Mittwoch 28.11.2018  um 18:00 Uhr  in der Cafeteria


Besuch von Frau Petra Häffner MdL

Physiotherapie-Schüler fühlen sich ausgebeutet

Von Sascha Sauer 07. September 2018 „Fellbacher Zeitung“

 

Hohe Schulkosten, eine schlechte Bezahlung und wenig Wertschätzung machen den Beruf unattraktiv. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Petra Häffner hörte sich die Probleme und Nöte von Auszubildenden der Do Physio staatlich anerkannte Physiotherapeuten-, Massage-Schule e.V. in Fellbach an.

Wenn Petra Häffner an ihre Ausbildung zurückdenkt, sieht sie vor ihrem geistigen Auge einen Porsche 911er. Denn so viel Geld, wie der Sportwagen kostet, sagt die Grünen-Landtagsabgeordnete, habe sie insgesamt ausgegeben, um als Physiotherapeutin und Heilpraktikerin arbeiten zu können.

Die Politikerin war zu Besuch in der Do Physio Schule in Fellbach. Kein unbekannter Ort für Petra Häffner, hatte sie doch dort als freie Dozentin und Praktikumsbetreuerin gearbeitet, bevor sie sich 2011 in die Politik verabschiedete. Der kommissarische Schulleiter Dietmar Klingschat hatte sie eingeladen, denn die 54-Jährige kennt die Sorgen und Nöte seiner Schüler – es sind die gleichen wie zu ihrer Zeit.

Kurz zusammengefasst heißen diese: hohe Schulkosten, eine schlechte Bezahlung und wenig Wertschätzung.

„Mich kosten alleine die drei Jahre Ausbildung fast 20000 Euro, sagte Charlotte Lang, die momentan mitten im Examen steckt. Da ist einmal das monatliche Schulgeld, das die Auszubildenden bezahlen müssen, dazu kommen Kosten für Bücher und Fortbildungen. Auch das einjährige Praktikum, das sie in einer Praxis, in einem Krankenhaus oder einer Reha-Klinik absolvieren müssen, ist unbezahlt. „Da fühlt man sich ausgenutzt“, sagte Charlotte Lang. Und das macht den Beruf unattraktiv, was auch Auswirkungen auf die Do-Physio-Schule hat: So sind die Schülerzahlen von einst 220 auf aktuell 132 gefallen.

Die Schüler berichteten auch, dass sie immer wieder Probleme mit der Wertschätzung ihres Berufes haben.

 

Während andere Auszubildende selbstverständlich ein Gehalt kassieren, müssen die Physiotherapie-Schüler Schulgeld bezahlen. Das gefällt auch Dietmar Klingschat nicht. „Wenn wir es finanzieren könnten, dann würden wir unsere Schüler umsonst ausbilden.“ Doch es gibt eine kleine Verbesserung: Durch die Änderung des Privatschulgesetzes zahlen die Schüler ab Oktober nicht mehr 330 Euro, sondern 160 Euro pro Monat. Jetzt hat aber der Schulleiter ein betriebswirtschaftliches Problem: „Es ist noch unklar, wie hoch die Zuschüsse vom Land künftig sind.“

Die Schüler berichteten auch, dass sie immer wieder Probleme mit der Wertschätzung ihres Berufes haben. „Viele Patienten verwechseln es mit einer Massage“, sagte die Schülerratsvorsitzende Una Krauß. Petra Häffner erzählte von ihren Erfahrungen und gab Tipps: „Als Physiotherapeut solltet ihr mit Chefärzten in den Dialog gehen, damit ihr Fachkompetenz zeigt und euer Beruf stärker akzeptiert wird“, sagte sie.

Petra Häffner hat als Grünen-Abgeordnete in der vergangenen Legislaturperiode das Programm „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“ mit auf den Weg gebracht. Dafür stellt die Landesregierung von 2015 bis 2020 jährlich rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Besonders gefragt sind Studienplätze für Physiotherapie. „Aber es darf keine Konkurrenz zwischen Schule und Studium geben“, sagte Una Krauß. Die Politikerin motivierte die Auszubildenden, sich später in den Verbänden zu engagieren. Und würde Petra Häffner noch mal in einer ganz normalen Praxis für Physiotherapie arbeiten?, fragten die Schüler. „Nein“, sagte diese.

 

 

Unsere Schülerinnen und Schüler on Tour!

Stuttgart Lauf 2018

Auch in diesem Jahr war unsere Schule wieder mit

25 SchülerInnen beim Stuttgart Lauf vertreten.

Unsere Schüler konnten viele Erfahrungen bei der Behandlung von "müden" und "strapazierten" Muskeln und Muskelgruppen erlangen.

Alle waren mit Begeisterung bei der Sache und freuen sich schon auf die nächsten Event's.  

Am Freitag 11.05.2018 fand in der Anne Frank Schule in Fellbach-Schmiden eine Veranstaltung mit dem Motto "Schule bewegt sich" statt.

Unsere Schülerinnen und Schüler durften den Tag mit einem Bewegungsparcour mit gestalten.

So fanden sich auch schnell 8 freiwillige Schüler/Innen aus den Klassen Physio 16/10 und Physio 17/10 die trotz ihres freien Brückentages für die Schule unter der Leitung von Frau M. Rommel und Frau B. Pollok-Klein anwesend waren.

Ein herzliches Dankeschön für alle Beteiligten von der Schulleitung. 

Unser Abenteuer in Rieti

An einem Nachmittag kam unsere Lehrerin Frau Langer in unser Klassenzimmer und verkündete, dass zwei Plätze für das Auslandspraktikum in Rieti (Italien) freigeworden sind. Meine Freundin Magdalena und ich waren uns sofort einig und haben uns bei Frau Langer angemeldet. Kurze Zeit später bekamen wir beide die Zusage! Jetzt stand das Italien-Team fest: Kathi und Vivi aus der Klasse 15/05 und Magdalena und ich (Una) aus 16/10 B. Das Praktikum vom 26.11. bis 22.12.17 wurde in Kooperation mit der Physiotherapie-Schule in Meckenheim gemacht und wurde von dem Erasmus+ Programm unterstützt.

Endlich war es so weit: Angekommen in Rom, wurden wir von unserem dortigen Betreuer, Gerold Klein, abgeholt und in unsere Wohnung gebracht. Obwohl unser Ankunftstag ein Sonntag war, konnten wir direkt noch unsere ersten Einkäufe tätigen, da die Geschäfte in Italien auch sonntags geöffnet haben. Montags war dann unser erster Arbeitstag. Mit unserem Mietwagen ging es in die 40 Minuten entfernte Klinik: Azienda Ospedaliera Santa Maria in Terni (Umbrien). Dort angekommen wurden wir auf die fröhliche italienische Art begrüßt und dann unseren Betreuern Stefano, Umbro, Claudio und Paula zugeteilt. Zusammen mit ihnen haben wir die Patienten besucht, behandelt und sie bei ihrer Arbeit unterstützt. Wir waren oft auf der Schlaganfall-Station (Stroke-Unit), der Intensiv-Station und auch auf den orthopädischen und chirurgischen Stationen unterwegs. So konnten wir viele verschiedene Krankheitsbilder sehen und neu kennenlernen. Die Therapeuten dort behandelten jeden Tag die gleichen Patienten, und somit kannten wir nach kurzer Zeit die Abläufe, Behandlungen und Therapieformen. Zwischen den Therapien wurde viel geredet, gelacht und natürlich Espresso und Cappuccino in der Cafeteria getrunken. Anders als in deutschen Krankenhäusern glich die Cafeteria eher eine Bar, denn hinter der Theke gab es eine ordentliche Auswahl an alkoholischen Getränken.

Nach getaner Arbeit fuhren wir gemeinsam nach Hause und kochten uns etwas Leckeres. Die freien Nachmittage verbrachten wir oft mit Gerold und seiner Lebensgefährtin Catia, die uns die vielen umliegenden Klöster und weiteren Sehenswürdigkeiten zeigten. Außerdem machten wir regelmäßig Sport gemeinsam. Ob bei einem Home Workout, einer Jogging Einheit oder im nahegelegenen Boxstudio, wir hatten immer Spaß dabei. Zweimal waren wir auch auf Weihnachtsmärkten in der Gegend. Anders als in Deutschland, legen die Italiener dabei eher Wert auf Deko-Artikel anstatt auf das Essen. Und gegen das eventuell aufkommende Heimweh buken wir fleißig schwäbische Gutsle.

Unseren „Hausberg“ Terminillo haben wir auch erfolgreich bestiegen. Schön war es dort oben – es lag ausreichend Schnee, sodass wir auf allerlei erfindungsreichen „fahrbaren Untersätzen“ die schönen Hänge hinabfahren konnten. Natürlich ließen wir uns auch einen Besuch in Rom nicht nehmen. So fuhren wir eines frühen Morgens mit dem Bus in Richtung Hauptstadt. Dort angekommen machten wir uns direkt auf den Weg zum Colloseum. Darauf folgten dann die weiteren tollen Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Forum Romanum, das Pantheon, die Piaza Navona, der Trevi Brunnen und zu guter Letzt auch noch der Vatikan, wo ein riesiger Weihnachtsbaum und eine Krippe aufgestellt waren.

Schneller, als uns lieb war, waren die vier erlebnisreichen Wochen auch schon wieder vorbei, und es ging wieder in Richtung Heimat. 
In dieser Zeit sind wir vier ein tolles Team geworden und haben unser Auslandsabenteuer sehr genossen! Außerdem sind wir der Schule und auch der Klinik in Terni sehr dankbar, dass wir die Chance bekommen haben, ein anderes Land und eine fremde Arbeitskultur kennen zu lernen. Wir können es nur jedem Schüler empfehlen, eine solches Angebot wahrzunehmen!


Liebe Grüße
Eure Magi, Vivi, Kathi und Una

Knochenmarkspende DKMS

Januar 2018

 

Erfahrungsbericht Daniel Stepan (Physio 15 Oktober)

 

Als mein Papa 2015 mit der Idee zur Registrierung bei der DKMS ankam, um eventuell die Chance zu haben, jemandem das Leben zu retten, habe ich niemals gedacht, dass da was passieren würde. Aber zwei Jahre später kam tatsächlich ein Anruf von der DKMS, dass ich einer von weltweit nur zwei in Frage kommenden Spendern bin. Nach zusätzlichen Blutuntersuchungen blieb dann nur ich übrig.

 

Nach einem weiteren Tag mit Voruntersuchungen und Aufklärungsgesprächen in der Tübinger Uniklinik kam die Aufregung, und ich begann so langsam zu realisieren, dass ich wirklich ein Leben retten kann. Das war ein sehr aufregendes Gefühl. Die Stammzellenspende fand über das Blut statt, und so musste ich mich zur Anregung der Stammzellenproduktion fünf Tage vor der Spende selbst spritzen (vier mal täglich). In diesen fünf Tagen traten starke Schmerzen in den Stammzellen produzierenden Regionen (Becken, Sacrum, etc.), auf und ich fühlte mich sehr elend. Ich habe das aber wirklich gerne auf mich genommen, da es ja schließlich um ein Menschenleben ging.

 

Am Entnahmetag im Januar 2018 war ich im Krankenhaus fünf Stunden an eine Art Dialysegerät angeschlossen, das aus meinem Blut die Stammzellen rausgefiltert hat. Der Spender bekam einen Tag später die Zellen. Vier Tage nach der Spende bekam ich einen Anruf von der DKMS; es wurde mir mitgeteilt, dass ich einer Familienmutter aus England wahrscheinlich das Leben gerettet habe :)

 

Ich wünsche mir sehr, dass sie es schafft, und ich in zwei Jahren die Möglichkeit bekomme, direkt mit ihr in Kontakt zu treten. Ich habe nie daran geglaubt, jemals als Spender in Frage zu kommen, aber es kann jeder ein möglicher Spender und Lebensretter sein! Die Anmeldung bei der DKMS, die ganzen Untersuchungen, das Spritzen und die Entnahme selbst waren keine Kleinigkeiten, aber ich würde es jederzeit wieder tun, um dieses gute Gefühl zu haben, einem anderen Menschen die Chance auf Leben zu ermöglichen.

MELDET EUCH AN – UND VIELLEICHT RETTET AUCH IHR EINES TAGES EIN LEBEN!

 

Es war eine tolle Erfahrung.

Daniel Stepan


Bericht Auslandspraktikum in Ghana

Reise-/Praktikumsbericht Marius Ayikai Okai

Auslandsprakti kum in Ghana, beim PTA Center in Stuttgart.

 

Unsere Reise begann am 24.03.2018 am Stuttgarter Flughafen. Abflug war um 10.30 von Stuttgart nach Schipool Airport
Amster­dam und von dort ging es weiter zu unserem Ziel nach  Accra, der Hauptstadt von Ghana.

 

Ghana liegt in  Westafrika und  hat ca. 28 Mio  Einwoh­nerGhana war das erste demokratische Land in Afrika und hat seit nun mehr über 60 Jahren eine stabile Regierung. Ghana ist für viele Exportgüter bekannt,  beispielsweise für Ananas, Edelkakao und SheabutterMittlerweile ist Ghana auch ein sehr beliebtes Reiseziel von Europäern, von denen sich viele auch aufgrund des ganzjährig warmen Wetters, permanent in Ghana niederlassen.

 

Nach Ankunft am Kotoka-lnternational-Airport ging es direkt ins Hotel Kempinski, unsere Residenz für die kommenden Tage. Das Hotel Kempinski war auch der Austragungsort des PTA SUMMITBei unserer Veranstaltung ging es zum Einen darum das PTA-CENTER vorzustellen,zum Anderen aber auch den Standort Stuttgart zu präsentieren.

 

Die Resonanz der Gaste war atemberaubendDas Publikum belohnte unsere wochenlange, akribische Vorbereitung mit kräftigem 

Applaus, denn einige aus unserem Team haben fesselnde Vorträge gehalten.

Marius,  der Wurzeln in Ghana hat, hat uns vor der Abreise einen Crash-Kurs zur ghanaischen Menta­litat und den Gepflogenheiten im Land gegeben. Somit konnte also nichts mehr schief gehen.

 

Wie nahe zu  jedes afrikanische Land ist auch Ghana fanatisch, wenn es um Fußball geht. Gekickt wird überall,egal ob mit Flipflops, barfuß oder mit Stol­lenschuhen. Man nennt die ghanaische Nationalelf auch die Brasilianer Afrikas, da sie mit viel Hingabe und Leidenschaft spielen, wenn gleich ein inter­nationaler Erfolg bislang ausblieb. Die bekann­testen Spieler aus Ghana sind wahrscheinlich die beiden Boateng Brüder, Anthony Yeboah, Samuel Kuffour, Anthony Baffoe oder Abedi Pele. Die Liebe zum Fußball war auch eine der Schnittstellen zur Physiotherapie. Denn während unseres Aufent­haltes hatten wir mehrere TermineTrainings- und Behandlungen bei lokalen Fußballmannschaften. Doch der eigentliche Grund für unsere Reise war ein anderer.

 

Das PTA-CENTER arbeitet bereits international und ist unter anderem in Dubai, Kuwait, Ägypten, Saudi Arabien, Katar und  weiteren Staaten vertreten. Aus diesen Ländern bekommen wir schon Patienten, halten dort Schulungen/Fortbildungen und bie­ten Kurse an.

 

Ghana ist aufgrund seiner stabilen politischen Lage und des vergleichsweise hohen Lebensstandards in unseren Fokus gerückt.

Unser langfristiges Ziel ist es,  in Ghana ein Reha-Center zu bauen. In dem Reha-Center sollen zum einen einheimische Ärzte und Therapeuten beschäftigt werden, zum anderen sollen aber auch Mitarbei­ter  aus  dem  PTA-CENTER Kurse  geben,  Patienten behandeln und ghanaische Therapeuten schulen wahrend eines Aufenthalts in Ghana.

 

Doch zunächst geht es auch darum Patienten aus Ghana, wohlgemerkt Patienten die sich so einen Aufenthalt leisten können, nach Deutschland ein­zuladen und hier vor Ort zu behandeln. Der erste sehr wohlhabende und einflussreiche Patient war bereits hier in Behandlung. Durch seine Postion und sein Netzwerk werden voraussichtlich noch weitere Patienten in absehbarer Zeit folgen.

 

Networking war ein weiteres Hauptziel unserer Reise. Es verging kein Tagan dem wir nicht Ärzte, Politiker,Therapeuten und andere einflussreiche Personen kennengelernt haben.


 Die  meisten  waren  auch  Gäste  bei  unserem  Sum­mit, somit konnten wir uns die mühsame Überzeu­gungsarbeit sparen und den positiven Eindruck, den wir vermitteln konnten, ausnutzen. Nach fünf bzw. sieben Tagenein paar aus dem Team sind langer geblieben, war das ganze Spektakel zu Ende. Doch das galt nicht für die Arbeit. Denn nun mussten alle Kontakte sortiert und auf ihre Relevanz geprüft werden. Außerdem geht es jetzt darum, im Gespräch zu blei­ben und das lnteresse an uns weiter auszubauen.

 

Im Großen und Ganzen blicken wir auf ein paar sehr intensive und dennoch wunderschöne Tage zuruck. Denn natürlich wurde nicht nur gear­beitet, sondern auch mal bei 27° C und einem Feierabend-Cocktail am Pool, die untergehende Äquatorsonne genossen. Doch das gehört ebenso wie das tropische Klima,  zuckersüße Früchte und Menschen, die fast immer ein Lächeln auf den Wangen haben, zu einer solchen Exkursion.

 

Marius Ayikai Okai,14.05.2018